Ferien vom Ich

Ferien vom Ich
Wiederholung wg. der gr. Nachfrage - Gedreht in und um Barntrup, auf dem Schloß, dem Gut Wierborn und in der Feldmark
BRD 1952, 107 Min., ab 6 J., R: Hans Deppe, mit: Rudolf Prack, Marianne Hold, Willy Fritsch, Werner Fuetterer, Ewald Wenck
Gedreht in und um Barntrup, auf dem Schloß, dem Gut Wierborn und in der Feldmark.

Nach dem gleichnamigen Roman von Paul Keller.
Bei einer Geschäftsreise in Deutschland bricht der amerikanische Millionär George B. Stephenson in seinem Hotelzimmer zusammen. Der herbeigerufene Arzt verordnet dem völlig überarbeiteten Mann absolute Ruhe. Kurzerhand kauft Stephenson ein Landgut und gründet dort ein Erholungsheim für gestresste Städter. Schon binnen kurzer Zeit machen sich diese "Ferien vom Ich" bezahlt und Stephenson kommt wieder zu Kräften - nicht zuletzt, weil er auch das Herz der hübschen Gutsbesitzerin Eva erobert hat.
Die romantisch-verträumte Story, deren Thema um "ausgebrannte" Geschäftsleute heute aktueller denn je erscheint, profitiert vor allem von der guten Chemie zwischen den beiden Hauptdarstellern Rudolph Prack und Marianne Hold.

MUSIK: MARC ROLAND, dem es so gut in unserer Gegend gefiel, daß er nach den Dreharbeiten nach Bad Pyrmont zog!

Infos des Pyrmonters Titus Malms:
Gleich die ersten Szenen spielen alle im „Grand Hotel“ Bad Pyrmont, in dem der amerikanische Millionär Stefenson eine Zimmerflucht belegt hat und einen Herzanfall erleidet. Seine anschließenden „Ferien vom Ich“ wurden dann im Kerßenbrockschen Schloss in Barntrup gedreht. Ins Bild kommen aber auch Aufnahmen aus der Gegend von Reher, den Pyrmonter Bergdörfern, der Ottensteiner Hochebene, der Feld¬mark Alverdissen und von der Weser.

Der Regisseur Hans Deppe wählte mit seiner Filmcrew Bad Pyrmont als Quartier für seine hier in der Region spielende Filmkomödie von 1952. Mit Rudolf Prack, Willy Fritsch, Grete Weiser, Marianne Hold, Oskar Sima, Paul Henckels, Gunnar Möller waren Schauspieler aus der ersten Reihe der damals bekannten Filmstars dabei. Für die Filmmusik holte sich Deppe den Komponisten Marc Roland, den er bereits von der gemeinsamen Arbeit an der ersten Verfilmung des Stoffes kannte, die 1934 ebenfalls in unserer Region entstand.

Marc Roland (1894 - 1974) hatte seit der Stummfilmzeit 100 große Filmproduktionen mit seiner Musik ausgestattet. In dem aktuellen Film hört man unter anderem sein seinerzeit viel gespieltes Lied „Unterm Sternenzelt“. Durch die Arbeit an diesem Film hat er sich, wie er später bekannte, in Bad Pyrmont und seine Umgebung so sehr verliebt, dass er sich im Rentenalter sogar entschloss, mit seiner Frau von München in die Badestadt umzuziehen. Hier übernahm Generalmusik¬direktor Walter Stöver die Bürgschaft für seine Aufnahme in die Freimaurerloge „Friedrich zu den drei Quellen“. Innerhalb von zwei Jahren schuf er dann seine beispiellose „Pyrmonter Ritualmusik“, die als erste und einzige die freimaurerischen Zeremonien z. T. mit großem Orchester begleitet. Sie konnte 1991 vom Stuhlmeister Titus Malms auch als CD produziert werden und hat seither mit ihrem kultivierten Klangbild das musikalische Niveau in sehr vielen Logen des In- und Auslands auf ein höheres Erlebnis-Niveau gehoben und mit Pyrmonts Namen verknüpft.

Spieltermine
12.01.2020 - 11:00 |